Anwendungsfall für Bodenleger

Restmaterial-Tracking — Reste wiederverwenden statt entsorgen

5 Min. Lesezeit

TL;DR

Bei jedem Bodenleger-Auftrag bleiben Reste übrig: 1.5 Pakete Parkett, 8 m² Vinyl, ein paar Profile. Diese stapeln sich im Lager und werden meist nach 1-2 Jahren entsorgt. Mit Finito Pro werden Restmengen pro Auftrag erfasst und mit Artikel-Bezeichnung im digitalen Lager gespeichert. Bei kleinen Reparaturen oder Folgeaufträgen findet der Bodenleger in Sekunden, ob noch passendes Material vorhanden ist.

Das Problem: Restmaterial verstaubt im Lager

Im Lager des Bodenlegers stapeln sich 50-200 Pakete Restmaterial verschiedener Aufträge. Welcher Stapel passt zu welchem Hersteller-Format? Wann wurde es gekauft (Lagerung beeinflusst Materialqualität)? Welche Kundennummer? Diese Information geht meist verloren. Bei einer kleinen Reparatur — etwa beim Kunden, dessen Hund das Parkett beschädigt hat — wird neu bestellt, obwohl noch passendes Material da ist. Branchen-Schätzungen: 8-12 Prozent des bestellten Materials wird ungenutzt entsorgt.

Die Lösung: digitales Restmaterial-Lager

Bei Auftragsabschluss erfasst der Bodenleger das verbleibende Restmaterial in der App: Bezeichnung, Menge (m²), Verlegemuster, Hersteller, Auftrags-Referenz. Das Material wird im digitalen Restmaterial-Lager gespeichert.

Bei einer neuen Anfrage — etwa Reparatur oder Kleinauftrag — sucht der Bodenleger im Restmaterial-Lager nach passendem Belag. Bei Treffer wird die verfügbare Restmenge angezeigt; bei genügend Material kann der Auftrag ohne Neubestellung ausgeführt werden.

Pro Restmaterial wird ein Verfallsdatum hinterlegt — Parkett ist 5 Jahre haltbar, Vinyl 8 Jahre. Bei nahendem Verfall warnt das System; das Material kann zum reduzierten Preis (z. B. bei Nachbarn) verkauft werden.

Konkrete Vorteile für Ihren Betrieb

  • Restmaterial wird wiederverwendet — 5-10 Prozent Material-Einsparung
  • Reparaturen ohne Neubestellung — schnellerer Service
  • Restmaterial mit Verfallsdatum: rechtzeitige Nutzung
  • Volle Übersicht über verfügbare Restmaterialien
  • Beim Folgeauftrag des gleichen Kunden: gleiche Charge möglich
  • Verkauf von Resten an Nachbarn als Zusatz-Umsatz

Schritt für Schritt

  1. 1

    Restmaterial-Lager anlegen

    Separates Lager für Restmaterial — kann physisch in der Werkstatt sein, digital wird es als 'Reste-Lager' kategorisiert.

  2. 2

    Bei Auftragsabschluss Reste erfassen

    Pro abgeschlossener Auftrag: Restmaterial-Menge eintragen mit Bezeichnung, Hersteller und Verlegemuster.

  3. 3

    Verfallsdatum setzen

    Pro Material das Verfallsdatum (z. B. Parkett +5 Jahre, Vinyl +8 Jahre). Erinnerung erfolgt automatisch.

  4. 4

    Beim Folgeauftrag prüfen

    Bei neuer Anfrage suchen Sie im Restmaterial-Lager. Bei Treffer wird die verfügbare Menge angezeigt.

  5. 5

    Restmaterial-Vermarktung

    Bei nahendem Verfall können Sie das Restmaterial als 'Verkaufs-Restmaterial' kategorisieren und an Kunden anbieten.

Praxisbeispiel

Ein Schweizer Bodenlege-Betrieb mit 8 Mitarbeitenden aus dem Raum Bern

Vor Finito Pro wurden monatlich etwa 6 Pakete Bodenbelag entsorgt — Material-Wert CHF 1'200 pro Monat. Zusätzlich wurden bei 30 Prozent der Reparaturen unnötig neue Pakete bestellt. Nach Einführung des digitalen Restmaterial-Trackings sank die Entsorgung auf 1 Paket pro Monat. Reparaturen werden zu 80 Prozent aus Restmaterial bedient.

≈ CHF 12'000 gespart pro Jahr

Häufige Fragen

Wie wird Restmaterial physisch organisiert?

Sie definieren in der App ein 'Restmaterial-Lager' mit Standort-Hinweisen (z. B. 'Regal R3, Boden'). So findet jeder Mitarbeitende physisch das Material schnell.

Was ist die typische Reststeuerquote?

Bei Bodenlegen liegt der Verschnitt bei 5-25 Prozent je nach Muster. Davon werden klassisch nur 30-40 Prozent wiederverwendet; mit digitaler Erfassung steigt die Quote auf 70-80 Prozent.

Wie wird Verkauf an Kunden abgerechnet?

Pro Verkauf wird der Restmaterial-Preis (typisch 50-70 Prozent vom Neupreis) auf der QR-Rechnung ausgewiesen.

Was ist mit der Garantie auf verarbeitetes Restmaterial?

Bei Wiederverlegung gilt nur die Hersteller-Garantie auf das Material an sich (Material-Defekt). Garantie auf die Verarbeitung gilt wie bei Neumaterial.

Wie wird Restmaterial verschiedener Chargen behandelt?

Pro Restmaterial wird die Charge erfasst. Bei Reparatur derselben Charge ist die Optik identisch; bei anderer Charge können kleine Farbabweichungen auftreten — die App warnt entsprechend.

Quellen

Verwandte Themen

Weitere Anwendungsfälle für Bodenleger